JURATS, Junge Ratsmitglieder

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Was ist unser Ziel?

Wir wollen junge Menschen bei der Kommunalwahl im Herbst 2020 in Nordrhein-Westfalen dazu motivieren, für ihren Stadtrat zu kandidieren. Wir wollen sie dabei unterstützen Wählerlisten aufzustellen, auf denen nur Kandidaten/innen stehen, die im Wahljahr jünger als 25 Jahre alt sind. Anschließend wollen wir die gewählten Ratsmitglieder vernetzen, um mit ihnen eine kommunalpolitische Schule zu gründen. Die Schule soll eine neue demokratische Institution zur Förderung des politischen Nachwuchses werden, in der die gewählten Ratsmitglieder das Sagen haben und in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Einrichtungen (Gewerkschaften, Parteien, Berufsverbände, Intellektuelle, Hochschulen....) bestimmen, in welcher Form und mit welchen Inhalten die politische Nachwuchsförderung für eine Legislaturperiode betrieben werden soll. Wir wollen junge Menschen für eine Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei vorbereiten. Bevor sie sich aufmachen, wollen wir sie bewegen, ihre Wurzeln besser kennen zu lernen und ein starkes Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Warum wollen wir das machen?

Wir wollen Demokratie leben. Politischer Nachwuchs wird dadurch effektiv gefördert, dass ihm die Möglichkeit eröffnet wird, durch echte Teilhabe an demokratischen Entscheidungsprozessen politische Erfahrungen zu sammeln. Vom Eintritt in eine Partei bis zur Übernahme des ersten kommunalen Mandats dauert es im Bundesdurchschnitt 13,4 Jahre. Die kommunalen Vertretungsversammlungen sind deswegen mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren fast alle völlig überaltert. Die strukturelle Vernachlässigung der politischen Nachwuchsförderung halten wir für einen folgenschweren Webfehler in den demokratischen Gesellschaften. Wir wollen es den jungen Leuten selbst überlassen, diesen Fehler zu beseitigen und hoffen damit eine demokratische Aufbruchstimmung erzeugen zu können. Die jetzigen politischen Akteure haben die Populisten groß werden lassen. Die Rechtspopulisten stellen gegenwärtig eine ernsthafte Gefahr für die liberalen Demokratien dar und bestimmen mit ihren rückwärtsgewandten Themen die politischen Tagesordnungen. Wir sind optimistisch, dass es den zukünftigen Generationen mit der richtigen Unterstützung langfristig gelingen wird, die illiberalen Demokraten wieder klein zu bekommen. Dieser Optimismus ist wichtig, weil ohne den Glauben an die Lernfähigkeit der Demokratie, kein Grund besteht sie zu verteidigen.

Wer sind wir?

Der gemeinnützige Verein junge Ratsmitglieder e.V. hat sich 2016 in Bad Oeynhausen (Ostwestfalen) gegründet.  Treibende Kraft für die Vereinsgründung ist der 53 jährige Rechtsanwalt Stefan Ott gewesen. Ott war 30 Jahre Mitglied bei den Grünen, 1984 ist er im Alter von 18 Jahren in den Bad Oeynhausener Stadtrat gewählt worden. Seit 2014 ist er parteilos. Im Rahmen eines Bürgermeisterwahlkampfes im Jahr 2015 hat er die anderen Vereinsmitglieder kennen gelernt und zusammengebracht. Der Verein versteht sich als Plattform. Er will nur lokale Initiativen unterstützen. Eine Parteigründung wird ausgeschlossen und widerspräche dem Satzungszweck.